Atemschule  
 

2022-10-25

Unsere Arbeit dient der Verbindung…

Der November ist da, mit ihm die dunkle Zeit, was auch bedeutet, dass wir uns wieder, auf das konzentrieren sollten, was wirklich von Bedeutung ist. Zum Beispiel: uns der Verbindung wieder bewusstwerden. Auch vielleicht wieder zu Schnaufen, oder wieder in die Gruppe zu kommen.
 
Wenn wir von Verbindung sprechen, sollten wir uns auch bewusstwerden, dass die göttliche Gabe der Sprache, eine wesentliche Rolle in den Verbindungen ist. Zum Beispiel: Dass, wenn die Rede von spirituellen Begriffen ist, sie alle unabhängig von Zeit, Ort und Bewegung sind und weit überdies hinaus, wenn wir vom Göttlichen sprechen.
 
Da fällt mir gerade dieses, schöne Sprichwort, ein: „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold und Atmen ist Leben“ Das bedeutet, dass, wenn du ein teures Wort hast, dessen Wert Silber gleicht, wisse, dass die Verschwiegenheit darüber Gold gleicht. Die Rede ist von denen, die mit überflüssigen Worten um sich werfen, die keinen Sinn und keine praktische Anwendung haben, und das tun sie nur, um die Sprache für den eigenen Genuss des Lernenden zu schmücken. 
Der tiefere Sinn in der göttlichen Gabe der Sprache liegt in der Absicht und in der Verbindung zwischen uns Menschen und das Fundament ist die Atmung.

Das Einzige, was uns daran hindert ist unser egoistisches Denken, das uns voneinander trennt. Erst wenn wir diese Eigenschaft unseres Denkens erkennen, erst dann entsteht eine neue Form der Kommunikation, das Teilen im Mitteilen ist dann die Neue Form oder Transformation. Reden ist Silber,- und Schweigen ist Gold (Hinhören und Verstehen), eine Verbindung, die uns Menschen zusammenführt.

Wir werden keine Worte finden, wenn es um Spiritualität oder dem göttlichen geht. Diese Begriffe auszudrücken und darüber nachzusinnen, ist deshalb so schwierig, weil unser gesamter Wortschatz den Empfindungen unserer imaginären (Einbildungskraft) der 5 Sinne entnommen ist.
Und wie können wir etwas verstehen, wo weder die 5 Sinne noch Vorstellungsvermögen herrschen?

Selbst wenn wir nur zum Beispiel das einfachste, aber feinste Wort unserer Welt nehmen – „Licht“ –, so ähnelt es bei den meisten in der Vorstellung, dem Licht der Sonne oder einem gefühlvollen Licht der Befriedigung.
 
Also, wie können wir gemeinsam in den Seminaren über spirituelles, oder sogar über das Göttliche uns ausdrücken und gemeinsam verstehen?
Wenn wir jetzt von einer üblichen Herangehensweise ausgehen, dann werden wir mit Sicherheit versagen, weitere Missverständnisse werden entstehen, und zu dem ganzen wird es schwierig sein irgendetwas Wahres zu vermitteln.

Und schon gar nicht, wenn unser Austausch, vielleicht irgendwelchen wissenschaftlichen Büchern oder dem Internet zugrundeliegendes Gedankengut der Weisheit enthüllen sollen, wie das bei jeder Forschungstätigkeit im Bereich der Wissenschaft üblich ist, und was dann der Leser als Wahrheit interpretiert und mit seinen Worten weiterleitet.
Wenn ein einziges Wort fehlerhaft interpretiert wird, wird es Missverständnisse geben, und wir werden uns unweigerlich und gegenseitig in die Irre führen und die ganze Angelegenheit wird für Dich weder Hand noch Fuß haben.

Aus diesem Grund ist es für mich in der Atemschule so wichtig, die gewählten Themen und Abläufe in eine Sprache zu bringen, die ein gegenseitiges Verständnis bringt, dafür benutze ich die Wissenschaft der Kabbala, sie ist eine besondere Sprache, die man als „Sprache der Zweige“ bezeichnen kann. In dieser Welt gibt es kein Wesen beziehungsweise keine Lenkung eines Wesens, dessen Wurzel nicht in der Höheren Welt anfangen würde. Darüber hinaus liegt der Beginn jedes Seins unserer Welt in der Höheren Welt und steigt dann allmählich in unsere Welt herab.

Viele meinen, dass alle Worte und Begriffe, die in der Atemschule und in der Wissenschaft der Kabbala benutzt werden, zur Kategorie des Abstrakten gehören, und zwar, weil die Atemschule über die Kabbala die Verbindung mit dem Schöpfer und spirituelle Welten erforscht, die sich außerhalb von Zeit und Raum befinden, was sogar in der gewagtesten Einbildung unfassbar ist.

Daher beschließen die meisten Menschen, dass alles, was zur spirituellen Kategorie gehört, selbstverständlich rein abstrakte Namen sind. (Ehrlich, kann einer das benennen, was beim Atmen in den verschiedenen Frequenzen geschieht?).

Das ist jedoch nicht wahr, sondern ganz im Gegenteil: Die Atemschule, benutzt keine anderen Namen und Bezeichnungen als diejenigen, die real und greifbar sind. Dies ist ein eisernes Gesetz aller Weisen der Kabbala: „Und die sagen, alles, was wir nicht erfassen, können wir auch nicht beim Namen nennen oder mit Worten definieren“.

Und letztlich hier, sollten wir verstehen, dass das Wort „Erkenntnis“ die letzte Stufe des Verständnisses bedeutet. Das resultiert aus dem Ausspruch: „und deine Hand wird erfassen“.
Das heißt: Solange keine absolut klare Einsicht erreicht ist, so, als würde man es mit den Händen fassen können, bezeichnen es die Kabbalisten nicht als Erkenntnis, sondern geben dem, andere Bezeichnungen wie Verständnis, Wissen, usw.

Und zum Schluss, was ich damit zum Ausdruck bringen möchte, ist, dass die Atemschule nur eines möchte: gemeinsam einen Weg zu gehen, um die Begriffe von Spiritualität oder Schöpfer, so fassbar und spürbar in die Lebendigkeit zu bringen, dass es für jeden einzelnen im Leben das wahre Erlebnis bringt.

Das alles können wir uns nur gemeinsam erarbeiten.

Julius - 12:12:26 @ Atemschule, Erkenntnisse aus dem Seminar | Kommentar hinzufügen