Atemschule  
 

2022-11-25

Die Missverständnisse der Absichten

Das Missverständnis in unseren Absichten.

Im Anfang war das Wort.

Ich glaube an diesen ersten Satz sollten wir uns Erinnern, wenn wir kommunizieren wollen. Also uns Bewusst werden, dass dieser erste Satz, der Ursprung unserer aller Kommunikation ist, und gleichzeitig das Gebot von der Gleichheit der Form beinhaltet.

Das heißt: Wenn zwei entgegengesetzte Kräfte, wie das Sprechen und das Zuhören, in die Verbindung gebracht werden, dann kann bei achtsamem Umgang ein beidseitiges Verständnis entstehen.

Die göttliche Gabe der Sprache, ist unsere größte Herausforderung in unserem Leben. Das Teilen im Mitteilen heißt, wenn Du sprichst, nimmst Du dir die Macht, etwas mitzuteilen, wo Du glaubst, dass dies ein Beitrag im Leben der Gesellschaft oder deiner nächsten ist (das bedeutet zu Geben).

Wenn Du hinhörst, bist du auf einer Ebene der Hingabe, das gesagte zu verstehen (mit dem Verlangen zu empfangen).
Zwei entgegengesetzte Kräfte, das Geben und das Nehmen, wenn Du jetzt diesen zwei Kräften die Absicht einer Verbindung hinzufügst, dann entsteht daraus Kommunikation.

Hörst du nicht Hin, was das Gesagte bedeutet, sondern dein Verstand sich schon eine Meinung bildet, bevor das gesagte zu Ende gesprochen ist, dann sind wir auf der Ebene des Verstandes, in Recht und Unrecht, in Meinungen und Deinungen, in epischen Diskussionen die sich so weit ausbreiten, dass ein Streit im Kleinen entsteht. Und nach dem Gesetz der Entsprechung ist das der Krieg im Großen. Recht und Unrecht, ein im Verstand konstruierter Konflikt.

Und warum? Weil wir uns der Absicht nicht bewusst sind, -und weil wir das Gesetz von Ursache und Wirkung unterschätzen.

Versuchen wir doch einmal gemeinsam, die Absicht in seiner Wurzel zu verstehen.

Das Wort, „Absicht“ ist auf der Ebene unseres Verstandes nur ein Begriff, den wir glauben sehr leicht einordnen und verstehen zu können. Was wir aber wirklich verstehen, ist ein Begriff, den wir gehört oder gelesen haben, um ihn dann, gemäß unserem Programm, was wir darunter verstehen, als Wissen abspeichern,

Die wirkliche Absicht ist ein Phänomen, dass sich erst einmal außerhalb unseres gewöhnlichen Alltagsbewusstsein abspielt.
Wenn wir es aber in ein Verständnis bringen wollen, so würde das heißen: dass der Zweck deiner Absicht der ist, die Richtung deiner Ereignisse in deinem Leben zu bestimmen.

Um dieses Phänomen näher zu erklären, würde das heißen: dass Du immer das bekommst, was Du in Deinem Leben mit deiner Haltung beabsichtigt hast, ohne Rücksicht auf das, was Dein Verstand dazu meint.
Und wenn wir dieses Phänomen der Absicht nicht verstehen, dann wird auch all das, was uns im Leben geschieht, als Zufall, Glück oder Pech eingeordnet. Du wirst es praktisch immer als Opfer erleben. In der Kabbala wird es als der Weg des Leidens bezeichnet, und warum? Weil Du keine Ahnung davon hast, dass Du es verursacht hast.
Andererseits, wenn Du dir dessen bewusst bist, dann weißt Du auch, dass Du in deinem Leben alles verursachst.

Das ist die Wahl, die Du hast, dass durch diese Ereignisse in Deinem Leben, Erfüllung und Bereicherung stattfinden können, oder Du als Opfer den Weg des Leidens und der Verbitterung gehst. Das sind die zwei Wege, die uns das Leben bereitstellt,- den Weg des Leidens, oder den Weg der Erfüllung und der grenzenlosen Freude.

Und in beiden Fällen, bekommst Du die Ergebnisse, nämlich wo Deine Absicht war.

Eine Handlung ohne Absicht ist, wie wenn Du einen Eimer Wasser in den Bodensee schüttest und darauf wartest was geschieht.
Was auch bedeutet, dass jede unbewusste Handlung, eine Absicht aus der Haltung deines Verstandes hervorgeht, und somit Ichbezogen, also immer zu meinem eigenen Interesse, und mit der Hoffnung das alles gut gehen wird.
Merken aber nicht, dass solche unbewussten Handlungen, weitere Ursachen auslösen, und uns wundern was da auf uns zurückkommt?
(Deutlicher,- so wie Du in den Wald reinschreist, genauso kommt es zurück).

Und jetzt sollten wir uns die ernsthafte Frage stellen, was sollen wir denn wirklich tun oder verstehen?

Wir werden es mal ohne Umschweife ins Bewusstsein bringen.

Der Schöpfer wartet auf deine „BEREITSCHAFT ES ZU ERLEBEN“

Dass Du merkst, dass Du tatsächlich die Quelle deines Erlebens im Leben bist.

Noch ein Beispiel:

Wenn wir jetzt gemeinsam eine Übung machen, um es in ein tatsächliches Erleben zu bringen,
dass Du weißt und verstehst, dass Du die Quelle deines Erlebens bist.

*Nimm einen Gegenstand, und lege ihn vor dich hin, zum Beispiel, ein Buch.

Und jetzt beantworte dir folgende Fragen?
Welche Form hat dieses Buch?
Ist es Dir angenehm, es anzuschauen?
Ist es erkenntnisreich darin zu lesen?
Was ist das Buch dir wert?
Würde es ein gutes Geschenk, für jemanden abgeben?

Jetzt hast Du dein Erleben eines Gegenstandes erschaffen.
Wer hat das Erleben verursacht? Es steht doch eindeutig fest, dass Du es erschaffen hast und niemand anderes.
Und trotzdem marschieren die meisten von uns, durchs Leben, ohne bewusst für ihr Erleben verantwortlich zu sein.

Nimm eine Person, die Du nicht leiden kannst, wer glaubst du, hat dein Erleben dieser Person verursacht. Klingt echt fast albern und zu leicht, oder? Natürlich bist du alleine der Produzent deiner negativen Beurteilungen.
Oder nimm einen Menschen den Du liebst? Dann kannst Du Dich ernsthaft fragen, wer für dieses erleben den Menschen zu lieben verantwortlich ist. Oder ist es eine liebe die nur Ichbezogen ist? Und wenn Du nicht jeden Tag, diese bewusste Absicht erneuerst, dann werden unbewusste Handlungen diese Liebe zerstören.

Also die Frage ist nicht, ob Du für das Erschaffen deines Erlebens verantwortlich bist oder nicht?
Sondern die Absicht des Schöpfers ist, zu sehen was Du daraus machst, wie Du mit diesem Erleben umgehst, und wie du mit der Verantwortung deines Erlebens umgehst.

Der Schöpfer hat die Absicht, uns Liebe, Freude und Genuss zu schenken, der Lehrer hat die Absicht, es uns in einem Geschmack zu bringen, - und wir sollten die Absicht haben, genau hinzuhören, um es dann in ein Erleben zu bringen, damit es sich ausbreitet, um die Fragen der unbewussten beantworten zu können.

Zum Schluss. Wir alle wissen, dass im Leben Dinge passieren, deren Tatsächlichkeit keiner von uns verursacht hat. Aber was wir verursachen, ist dein Erleben zu dem, was passiert, und was wir daraus machen. Jeder einzelne von uns, ist für das, was wir daraus machen, verantwortlich. Ursache und Wirkung.

Wenn Du im Abstieg bist, dann ist es Deine Aufgabe, deren Wert zu erkennen und ihn dann um zu setzten. Was auch heißt: Den Wert, vielleicht den Schmerz, mit anderen zu teilen, das Teilen im Mitteilen, mit der richtigen Absicht, so in die Verbindung zu gehen, und wenn dein Partner das versteht, dann geht er auf dieselbe Ebene um das zu verstehen, was Du im Mitteilen möchtest, und wenn alles aus der liebe zum nächsten geschieht, ohne Widerstand, dann spürst du die Liebe, die Korrektur des Lichtes.  Also nicht rumwuiseln, warum gerade Du jetzt, in einer so schweren Situation bist, die dir das Leben schwer macht und Du nur daran denkst, deine Beschwerden Liste, um eine weitere Begründung zu verlängern, warum dein Leben gerade so nicht funktioniert, wie du dir es gerade vorstellst.

Andererseits sollst du auch wissen, es gibt keinen Zwang in der Spiritualität, dass du zu nichts gezwungen wirst, jenen Wert zum Beispiel im Abstieg zu erkennen und um ihn mit der richtigen Absicht so ihn in die Verbindung der Erkenntnis zusetzten.

                                                                                                                                                                                                                                Du ganz alleine hast die Wahl dein Erleben mit der richtigen Absicht erlebbar zu machen.

Julius - 11:33:42 @ Atemschule, Allgemein, Weisheiten aus der Kabbala, Erkenntnisse aus dem Seminar | Kommentar hinzufügen

2022-10-25

Unsere Arbeit dient der Verbindung…

Der November ist da, mit ihm die dunkle Zeit, was auch bedeutet, dass wir uns wieder, auf das konzentrieren sollten, was wirklich von Bedeutung ist. Zum Beispiel: uns der Verbindung wieder bewusstwerden. Auch vielleicht wieder zu Schnaufen, oder wieder in die Gruppe zu kommen.
 
Wenn wir von Verbindung sprechen, sollten wir uns auch bewusstwerden, dass die göttliche Gabe der Sprache, eine wesentliche Rolle in den Verbindungen ist. Zum Beispiel: Dass, wenn die Rede von spirituellen Begriffen ist, sie alle unabhängig von Zeit, Ort und Bewegung sind und weit überdies hinaus, wenn wir vom Göttlichen sprechen.
 
Da fällt mir gerade dieses, schöne Sprichwort, ein: „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold und Atmen ist Leben“ Das bedeutet, dass, wenn du ein teures Wort hast, dessen Wert Silber gleicht, wisse, dass die Verschwiegenheit darüber Gold gleicht. Die Rede ist von denen, die mit überflüssigen Worten um sich werfen, die keinen Sinn und keine praktische Anwendung haben, und das tun sie nur, um die Sprache für den eigenen Genuss des Lernenden zu schmücken. 
Der tiefere Sinn in der göttlichen Gabe der Sprache liegt in der Absicht und in der Verbindung zwischen uns Menschen und das Fundament ist die Atmung.

Das Einzige, was uns daran hindert ist unser egoistisches Denken, das uns voneinander trennt. Erst wenn wir diese Eigenschaft unseres Denkens erkennen, erst dann entsteht eine neue Form der Kommunikation, das Teilen im Mitteilen ist dann die Neue Form oder Transformation. Reden ist Silber,- und Schweigen ist Gold (Hinhören und Verstehen), eine Verbindung, die uns Menschen zusammenführt.

Wir werden keine Worte finden, wenn es um Spiritualität oder dem göttlichen geht. Diese Begriffe auszudrücken und darüber nachzusinnen, ist deshalb so schwierig, weil unser gesamter Wortschatz den Empfindungen unserer imaginären (Einbildungskraft) der 5 Sinne entnommen ist.
Und wie können wir etwas verstehen, wo weder die 5 Sinne noch Vorstellungsvermögen herrschen?

Selbst wenn wir nur zum Beispiel das einfachste, aber feinste Wort unserer Welt nehmen – „Licht“ –, so ähnelt es bei den meisten in der Vorstellung, dem Licht der Sonne oder einem gefühlvollen Licht der Befriedigung.
 
Also, wie können wir gemeinsam in den Seminaren über spirituelles, oder sogar über das Göttliche uns ausdrücken und gemeinsam verstehen?
Wenn wir jetzt von einer üblichen Herangehensweise ausgehen, dann werden wir mit Sicherheit versagen, weitere Missverständnisse werden entstehen, und zu dem ganzen wird es schwierig sein irgendetwas Wahres zu vermitteln.

Und schon gar nicht, wenn unser Austausch, vielleicht irgendwelchen wissenschaftlichen Büchern oder dem Internet zugrundeliegendes Gedankengut der Weisheit enthüllen sollen, wie das bei jeder Forschungstätigkeit im Bereich der Wissenschaft üblich ist, und was dann der Leser als Wahrheit interpretiert und mit seinen Worten weiterleitet.
Wenn ein einziges Wort fehlerhaft interpretiert wird, wird es Missverständnisse geben, und wir werden uns unweigerlich und gegenseitig in die Irre führen und die ganze Angelegenheit wird für Dich weder Hand noch Fuß haben.

Aus diesem Grund ist es für mich in der Atemschule so wichtig, die gewählten Themen und Abläufe in eine Sprache zu bringen, die ein gegenseitiges Verständnis bringt, dafür benutze ich die Wissenschaft der Kabbala, sie ist eine besondere Sprache, die man als „Sprache der Zweige“ bezeichnen kann. In dieser Welt gibt es kein Wesen beziehungsweise keine Lenkung eines Wesens, dessen Wurzel nicht in der Höheren Welt anfangen würde. Darüber hinaus liegt der Beginn jedes Seins unserer Welt in der Höheren Welt und steigt dann allmählich in unsere Welt herab.

Viele meinen, dass alle Worte und Begriffe, die in der Atemschule und in der Wissenschaft der Kabbala benutzt werden, zur Kategorie des Abstrakten gehören, und zwar, weil die Atemschule über die Kabbala die Verbindung mit dem Schöpfer und spirituelle Welten erforscht, die sich außerhalb von Zeit und Raum befinden, was sogar in der gewagtesten Einbildung unfassbar ist.

Daher beschließen die meisten Menschen, dass alles, was zur spirituellen Kategorie gehört, selbstverständlich rein abstrakte Namen sind. (Ehrlich, kann einer das benennen, was beim Atmen in den verschiedenen Frequenzen geschieht?).

Das ist jedoch nicht wahr, sondern ganz im Gegenteil: Die Atemschule, benutzt keine anderen Namen und Bezeichnungen als diejenigen, die real und greifbar sind. Dies ist ein eisernes Gesetz aller Weisen der Kabbala: „Und die sagen, alles, was wir nicht erfassen, können wir auch nicht beim Namen nennen oder mit Worten definieren“.

Und letztlich hier, sollten wir verstehen, dass das Wort „Erkenntnis“ die letzte Stufe des Verständnisses bedeutet. Das resultiert aus dem Ausspruch: „und deine Hand wird erfassen“.
Das heißt: Solange keine absolut klare Einsicht erreicht ist, so, als würde man es mit den Händen fassen können, bezeichnen es die Kabbalisten nicht als Erkenntnis, sondern geben dem, andere Bezeichnungen wie Verständnis, Wissen, usw.

Und zum Schluss, was ich damit zum Ausdruck bringen möchte, ist, dass die Atemschule nur eines möchte: gemeinsam einen Weg zu gehen, um die Begriffe von Spiritualität oder Schöpfer, so fassbar und spürbar in die Lebendigkeit zu bringen, dass es für jeden einzelnen im Leben das wahre Erlebnis bringt.

Das alles können wir uns nur gemeinsam erarbeiten.

Julius - 12:12:26 @ Atemschule, Erkenntnisse aus dem Seminar | Kommentar hinzufügen